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Wie Sie Ihre Willkommens-Nachricht optimieren

Von Karsten Büttner

Im Zuge einer Newsletter-Anmeldung gehört die Willkommensnachricht nicht zum unbedingten Muss, wenn man nur die technische Seite betrachtet. Doch unter Marketinggesichtspunkten ist sie vielleicht die wichtigste Mail, die Ihre Abonnenten von Ihnen erhalten.

Wann haben Sie sich die Willkommens-Nachricht Ihres Newsletters das letzte Mal angesehen? Zumindest bei meinem Newsletter Online- Marketing-Praxis ist das viele Monate her gewesen. Und ich kann Ihnen sagen, dass ich einigermaßen schockiert war, was hier optimiert werden konnte. Den Anlass dazu gab mir ein Kundenauftrag im Zuge einer Newsletter-Analyse und Optimierung.

Willkommens-Nachrichten werden in der Regel als reine Transaktionsmails verstanden, bei denen einfach noch einmal versichert wird, dass der Interessent nunmehr in die Verteilerliste aufgenommen wurde. Doch eine Willkommens-Nachricht kann natürlich viel mehr leisten.

Was sollte eine Willkommens-Nachricht enthalten?

Führen Sie sich einmal vor Augen, dass Ihre Willkommens-Nachricht diejenige ist, die von fast 100 % Ihrer Abonnenten noch gelesen wird. An diesem Punkt sind die Abonnenten noch stark engagiert und interessiert. Ab da nimmt die Öffnungsfrequenz ab, weil Ihr Newsletter mit anderen E-Mails und Attraktoren im Wettbewerb steht.

Ihre Willkommens-Nachricht sollte enthalten:

  • Die E-Mailadresse, mit der derjenige abonniert hat, wenn diese aus technischen Gründen nicht im Adressfeld gezeigt wird.
  • Recht weit oben in der Mail sollten Sie auch einen Hinweis anbringen, dass der Empfänger der Willkommens-Nachricht Ihre Adresse in sein Adressbuch beziehungsweise in seine persönliche Whitelist aufnimmt.
  • Gibt es einen geschützten Bereich auf der Website oder kann der Newsletter sogar nur mit einem Passwort geändert oder abbestellt werden, dann gehört das Passwort in diese Willkommens-Mail.
  • In die Mail gehört auch mindestens ein Link zur Website. Wenn es nur einen gibt, dann zum Impressum.
  • Der Abonnent sollte auch darüber informiert werden, wie er seine Daten (Name, E-Mail), Bezugspräferenz (HTML, Text) und gegebenenfalls Wahl der Themen ändern und wie er sich aus dem Verteiler austragen kann.
  • Eine einfache E-Mailadresse und am besten auch eine Telefonnummer sollten dem Abonnenten die Möglichkeit für schnelle Nachfragen geben.

Was können Sie an Ihrer Willkommens-Nachricht optimieren?

Schreiben Sie eine persönliche Nachricht

Während der formelle Anmeldeprozess vielleicht noch mit Standardformulierungen gestaltet werden kann, sollten Sie die Willkommens-Nachricht Ihrer sonstigen Firmenkommunikation entsprechend gestalten. Das bezieht sich nicht allein auf die bildliche Anmutung, sondern auch auf die Ansprache des Adressaten.

Wiederholen Sie die Vorteile Ihres Angebots

Erinnern Sie Ihren Abonnenten, warum er Ihren Newsletter abonniert hat. Bestärken Sie ihn und geben ihm Gründe, welche Vorteile er von Ihrem Abonnement hat.

Denken Sie an Ihr eigentliches Ziel

Warum betreiben Sie den Newsletter, wozu ist der Newsletter Mittel zum Zweck? Geht es "nur" darum, Vertrauen zu erzeugen oder wollen Sie auch etwas verkaufen? Je nachdem, was Sie erreichen wollen, sollten Sie in Ihrer Willkommens-Mail eine Handlungsaufforderung einfügen:

Sie wollen Vertrauen erzeugen? Verlinken Sie auf Referenzen und Fallstudien.

Sie wollen etwas verkaufen? Unterbreiten Sie Ihren Abonnenten ein erstes Angebot. Ein Gutschein, Rabatt oder ein Geschenk sind an dieser Stelle mögliche Unterstützung, um einen ersten Umsatz zu tätigen.

Ko-Registrierung

Hierbei geht es darum, dass Sie Ihrem Abonnenten die Möglichkeit geben, einen weiteren, komplementären Newsletter zu abonnieren. Das klingt zunächst einmal nicht einleuchtend, wenn dieser zweite Newsletter gar nicht Ihnen gehört. Doch es wird ein Schuh daraus, wenn Sie die Koregistrierung auf gegenseitiger Basis betreiben. Das heißt, Sie sorgen für die Registrierung von Abonnenten bei Ihrem Partner-Newsletter und Ihr Partner tut das Gleiche für Sie.

Fazit

Der Aufwand für die Willkommens-Nachricht ist vergleichsweise gering. Natürlich werden Sie auch hier einige Elemente per A/B- Split-Test ausprobieren. Doch im Vergleich zu anderen Werbekampagnen arbeiten Sie hier in einem übersichtlichen Umfeld, bei dem Sie die Bedingungen überblicken und steuern können.

 

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