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SPIN-Verkaufsmethode für IT-Unternehmen
Die SPIN-Verkaufsmethode für IT-Unternehmen
Von Karsten Büttner
Stellen
Sie die richtigen Fragen im Verkauf, erhalten Sie nicht nur Ihre
benötigten Informationen, sondern versetzen den Befragten
in die Lage, selber ein tieferes Verständnis seiner Situation
zu bekommen und eine Lösung bei Ihnen zu erfragen.
Die besten Verkäufe werden dann erzielt, wenn der Kaufende
selbst seine Bedürfnisse erkennt und benennen kann. Ein guter
Verkäufer hilft ihm dabei mit den richtigen Fragen.
Neil Rackham hat bei der Analyse von über 35.000 Verkaufsgesprächen
herausgefunden, warum es einigen der Verkäufer besser als
anderen gelingt, zu Kaufabschlüssen zu kommen. Aus diesen
Erkenntnissen hat er eine Erfolgsmethode entwickelt.
Der Erfolg beruht dabei wesentlich auf den Ergebnissen aus vier
Frageformen. Diese Fragetypen bilden das Akronym SPIN:
S - Situationsfragen
P - Problemfragen
I - Implikationsfragen
N - Need-(Bedürfnis)-Fragen
Situationsfragen
Mit den Situationsfragen versucht der Verkäufer Hintergrundinformationen
zu finden. Situationsfragen erkennen Fakten. Das heißt,
seine Fragen zielen darauf ab, vor welchem Hintergrund die Anfrage
eines potenziellen Kunden stattfindet. Typische Fragen für
den IT-Bereich sind:
- Wieviele Angestellte hat das Unternehmen?
- Wieviele Kunden haben Sie?
- In welchem Zusammenhang steht das Projekt?
- Wann soll das Projekt beginnen oder hat es schon begonnen?
- Was für eine Zeitvorgabe hat das Projekt?
- Wieviele Personen sind die im Projekt involviert?
- Wer ist der Projektleiter?
- Wer außer dem Projektleiter trifft noch projektrelevante
Entscheidungen?
- Welches Budget steht für das Projekt zur Verfügung?
- Haben Sie bereits von unserem Unternehmen gehört?
- Welche Ansprüche verbinden Sie mit unserem Unternehmen?
- Was kostet es, einen neuen Kunden zu gewinnen?
Problemfragen
Die Problemfragen sollen versuchen, dem Fragenden möglichst
viele Informationen zu Problemen und Schwierigkeiten in Unternehmen
zu vermitteln.
- Mit welchen Herausforderungen sind Sie zur Zeit konfrontiert,
die eine neue Lösung erfordern?
- Wenn ein Mitarbeiter in Urlaub geht, wie einfach oder schwer
ist es, dass Kollegen in seiner Abwesenheit von wichtigen Anfragen
erfahren oder auch in Vorgängen des Mitarbeiters Auskunft
geben können?
- Welche Hürden und Hindernisse gibt es in diesem Bereich?
- Wie sicher und stabil ist die derzeitige Lösung im Betrieb?
Implikationsfragen
Die Implikationsfragen gehen noch eine Stufe tiefer als die Problemfragen.
Man nutzt Problemfragen, damit der Kunde selber die Probleme erkennen
kann.
- Wissen Sie, wieviele potenzielle Aufträge Sie verlieren,
weil die innerbetriebliche Kommunikation nicht reibungslos funktioniert?
- Verlieren Sie Kunden, wenn diese Beschwerden haben?
Need-(Bedürfnis-)Fragen
Nachdem Sie Ihrem Gegenüber die Möglichkeit gegeben
haben, die Herausforderungen, vor denen er steht genau zu visualisieren,
versuchen Sie nun herauszufinden, wie eine Lösung aussehen
sollte.
- Was sollte die neue Lösung insbesondere können?
- Was würde sich in Bezug auf Ihre Kunden und Mitarbeiter
verändern?
- Wo genau sehen Sie Ihr Nutzenpotenzial mit der neuen Lösung?
Mit Fragen dieser Art entwickelt der Gesprächspartner schon
einen großen Teil der Lösung. Es ist nun an Ihnen,
Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt mit den Anforderungen in
Einklang zu bringen und zu präsentieren.
Mehr zur SPIN-Methode finden Sie bei den Entwicklern und Besitzern
des SPIN-Modells und Trainings:
http://www.huthwaite.co.uk
http://www.huthwaite.de
Mehr zum IT-Thema
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