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Artikel Was
das neue Google Site Targeting für das Marketing bedeutet
Mehr vom Kuchen oder gleich die ganze Bäckerei? Was das neue
Google Site Targeting für das Marketing bedeutet
Von Karsten Büttner
In
Kürze sollen Google-Anzeigen im Partner-Netzwerk gezielt auf einzelnen
Sites geschaltet werden können. Bis dato kann man Googles AdWords-Kampagnen
entweder mit oder komplett ohne Netzwerk-Exposition buchen. Das
neue "Site Targeting" bringt neben einer neuen Werbeform und Wahlmöglichkeit
ein für Google neues Modell der Werbeabrechnung hinzu.
Wer wie ich im September/Oktober 2004 Google AdWords-Kampagnen
laufen hatte, stellte fest, dass mit dem 1. Oktober plötzlich
die Zahl der Klicks auf die Anzeigen stieg. Der Grund: mit AOL
als neuer Partner im Netzwerk erschienen auf deren Site nun auch
die "sponsored links".
Doch die an sich erfreuliche Erweiterung des Netzwerks schmeckte
nicht jedem, weil die ungleich höhere Zahl der Klicks sich nicht
bei allen Werbetreibenden in der Konversion niederschlug.
Leider war es nicht möglich, gewisse Sites von der Exposition
der Adwords auszuschließen. Das soll sich nun ändern.
Nach einem Betatest wird Google mit dem "Google Site Targeting"
die Wahl von Partnersites ermöglichen.
Auswahl von Sites in Googles Werbenetzwerk
Mit der Möglichkeit aus den Websites des Content-Netzwerks zu
wählen geht allerdings ein anderes Werbekonzept einher, als Sie
es von den Google Adwords kennen. Werden die Google Adwords nach
dem Klick-Prinzip abgerechnet, so werden Anzeigen, die gezielt
auf Sites im Netzwerk geschaltet werden, nach Sichtkontakten abgerechnet.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Nicht nur mit dem Abrechnungsmodell
nähert sich Google dem traditionellen Werbemarkt an. Doch in einem
ist sich Google wieder treu geblieben. Es gibt keinen festen Anzeigenpreis,
sondern der Werbetreibende legt fest, welchen Preis pro tausend
Impressionen er maximal zahlen will.
Mit dem Preis pro Sichtkontakt ist die Zielrichtung klar: Google
will ein größeres Stück vom Werbekuchen abschneiden. Sie sprechen
mit dieser Werbeform ganz klar Unternehmen und Agenturen an, die
bislang Banner und andere Online-Medien hauptsächlich zum Branding
nutzten.
Übrigens: Googles eigener Website bleibt die neue Werbeform jedoch
verschlossen.
Welche Bedeutung hat Googles neues Anzeigenformat für das
bisherige Online-Marketing?
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Die neue Anzeigenform wird auf den Websites
des Content-Netzwerks mit den traditionellen Adwords konkurrieren.
Damit sich die beiden voneinander unterscheidenden Abrechnungssysteme
vergleichen lassen, wird in den AdWords ein sogenannter effektiver
Tausenderkontaktpreis (eCPM) errechnet.
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Mit dem hauptsächlich auf Branding abgestellten
Site Targeting ergänzt Google seine Direktmarketing-Schiene
um ein weiteres Werbefeld.
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Waren bislang Website-Betreiber zumindest
bei Bannern und ähnlichen Formaten diejenigen, die einen mehr
oder weniger festen Mediapreis festlegten, so verschiebt sich
die Preisgestaltung nun zum Werbemittler Google. Ob große
Website-Betreiber dieses auf Dauer akzeptieren werden, ist
fraglich. Denkbare Alternative ist der Aufbau eines eigenen
Mediasystems für kontextabhängige Anzeigen.
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Mit den kontextabhängigen Anzeigen auf Sichtkontakt-Basis
geraten traditionelle Medien durch Google einmal mehr unter
Druck. Denn im Vergleich zu Online-Medien ist eine Erfolgsmessung
ungleich schwerer durchzuführen und die Kosten für Printwerbung
fallen deutlich höher aus.
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Nach Meinung verschiedener Beobachter deutet
der Aufkauf verschiedener Unternehmen durch Google darauf
hin, dass künftig nicht nur Rich Media oder Video Ads angeboten,
sondern damit auch neue Zielgruppen wie Video-on-demand erschlossen
werden können.
- Mit ersten Tests von Adsense-Anzeigen in RSS-Feeds wählt
Google einen (zur Zeit) Kanal, der bei den Nutzern einen guten
Ruf besitzt, weil die über das System verbreiteten Informationen
per se spamfrei sind.
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Googles anfangs leicht durchschaubares Werbesystem
ist allein mit den Möglichkeiten und Varianten bei den AdWords
komplexer und undurchschaubarer geworden. Verschiedene Anzeigenformate,
geografische Beschränkungen, diverse Preisgestaltungsmöglichkeiten
innerhalb von Werbegruppen und nun ein zusätzliches Werbeformat
lassen Google aus einem Spezialisten einen Werbe-Generalisten
machen.
Das ist wohl auch ein Grund, warum Google nun eine Expertenqualifizierung
vornimmt, mit der sich Werbetreibende gegenüber Kunden ausweisen
können. Der von Google zertifizierte Fachmann hat in einem
(zur Zeit nur in Englisch durchgeführten) Online-Test bewiesen,
dass er die Prinzipien der Google-Werbung verstanden und für
Kunden nutzbringend einsetzen kann.
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