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Artikel Newsletter-Herausforderung,
Teil 2
Newsletter - Herausforderungen 2006 und Lösungsansätze, Teil
2
Von Karsten Büttner
Newsletter-Betreiber
antworteten in einer Befragung, was zur Zeit ihre größten Herausforderung
seien. Wir kommentierten im
ersten Teil die Planung eines Newsletters und Abonnentengewinnung.
Wir setzen fort mit den Themen Durchkommen beim Empfänger, Klick-
und Konversionsrate erhöhen, Erfolgsmessung.
Durchkommen
Abertausende Mails auf einmal zu versenden, ist technisch heute
keine große Herausforderung mehr. Aber möglichst viele davon in
die Eingangskörbe der virtuellen Postfächer zu bekommen, ist eine
Herausforderung. So scheint die Latte Jahr für Jahr höher gelegt
zu werden. 20 - 30 Prozent legitimer E-Mails, so Schätzungen von
E-Mailexperten, landen im Spamfilter.
So sieht sich Steffen Meier von der Redaktionsleitung elektronisches
Publizieren bei Ulmer online auch in einem "Kampf gegen die Spam-Ordner
der Empfänger".
Dabei liegen die Herausforderungen für den Newsletterbetreiber
heute auf verschiedenen Ebenen:
Provider
Es ist schlichte Notwehr, die Provider umtreibt, umfangreiche
Maßnahmen zur Abwehr von unerwünschten E-Mails zu ergreifen. Um
die eigenen Rechner und die der Kunden mit möglichst wenig Spam
zu belasten, werden verschiedenen Verfahren angewandt. Dabei ist
das Filtern nach IPs für einige legitime Versender von Newslettern
ein Problem geworden.
Wer von seinem Rechner aus mit einer sogenannten Desktoplösung
versendet und dabei beispielsweise über T-Online versendet, hat
eine wechselnde IP. Liegt nun die Zahl der versendeten E-Mails
über einem bestimmten Limit, wird am anderen Ende - sagen wir
mal bei AOL - der Empfang dieser E-Mails unterbunden.
Das Schlechte für den legitimen Versender: Er bekommt davon nichts
mit. Keine Bouncemail, keine Nachricht vom Provider informiert
ihn darüber, dass seine Mail nicht zugestellt werden konnte.
Individuelle Mailfilter
Die große Anzahl an Filtern auf Seiten der Empfänger und die individuellen
Konfigurationen in den E-Mail-Clients machen die E- Mailzustellung
auf den letzten Zentimetern vollends zum Hürdenlauf. Hier hilft
nur, bereits beim Eintrageprozess in den Newsletter beim potenziellen
Empfänger ein persönliches White Listing zu bewirken.
Mailclient
Doch bereits auf der Ebene Mailclients kann sich entscheiden,
ob oder wie Ihre E-Mail ankommt. So lassen etliche E-Mailclients
eine Darstellung von HTML gar nicht zu. Andere sehen HTML als
potenziell risikoreich an und verhindern die Zustellung ebenfalls.
Wer hier alleinig auf HTML setzt, kann Probleme bekommen.
Auch hier heißt es im Vorfeld zu recherchieren, was möglich und
was nötig ist. Klar: einen Reisenewsletter ausschließlich als
Text-Newsletter zu schicken, wenn der gesamte Wettbewerb HTML-
Mails verschickt, ist sicherlich eine Radikallösung, die wohl
überlegt sein will.
Allerdings ist die Entscheidung, ob HTML oder reines Textformat
oftmals in dieser Form gar nicht nötig. Denn Sie können Ihren
Newsletter ja auch Multipart versenden. Hierbei wird automatisch
eine Textversion zugestellt, wenn HTML nicht geöffnet werden kann.
Klickrate
"Die Anmelderate ist stabil. Die Klickrate ist da schon eher ein
Sorgenkind: Kurze Teaser mit Überschrift und Erklärung zum sachlich
formulierten Link bringen nicht den gewünschten Erfolg", schreibt
Aline Garz, vom Studentenportal studserv.de.
Manchmal sind es Themen, die einfach am Interessenten vorbei gehen.
Entweder ist ein Thema zu häufig schon im Newletter oder auch
in anderen Medien behandelt worden oder es ist insgesamt ein Modethema,
dem kein neuer Aspekt mehr abgewonnen wurde.
Oft ist es aber der Aufbau der Texte, die nicht genügend Anreiz
zum Klick auf die Website bieten.
Der Versandzeitpunkt hat bei den meisten Newslettern einen Einfluss
auf die Öffnungs- und Klickrate. Hier kommt es darauf an, ob Sie
vorwiegend Endkunden oder Geschäftskunden erreichen wollen.
Wer beispielsweise an seine Geschäftskunden spät abends noch den
Newsletter versendet, hat beste Chancen ungelesen zu bleiben.
Denn was tun Sie morgens als eine der ersten Aktionen? Mails abrufen
und sortieren. Newsletterlesen wird dabei eher eine zweitrangige
Angelegenheit sein, oder? Daher ist es besser, den Newsletter
erst nach 9.30 Uhr zu schicken. Denn dann ist die Mailbox wieder
frei und die wichtigsten E-Mails sind bereits abgearbeitet.
Konversion
Ein Grund für langfristige Bindung von Kunden nennt uns Daniel
Pronegg, der für Marketing und Werbung bei der AMS Auto- u. Motoren-Service
GmbH verantwortlich ist:
"Aus Erfahrungen konnten wir entnehmen, dass es viel leichter
ist an bestehende Kunden mit neuen Produkten heranzutreten als
an potenzielle Neukunden."
Newsletter sind gerade für Unternehmen, die nicht über starkes
Branding im Bewußtsein der Käufer sind, ein gutes Instrument durch
Frequenz und Ausdauer sich um die Kunden zu sorgen.
Inhalte
Bei der Überarbeitung ihres Newsletters hat Europas größter Münzhändler
MDM noch viel stärker als vorher den Zusatznutzen eines Newsletters
im Blick:
"Wir werden wesentlich mehr auf die einzelnen Kunden eingehen
und Ihnen interessante Hintergrundfacts zur Verfügung stellen.
Der Newsletter soll nicht mehr ein reiner "Verkaufs-Newsletter"
sein, sondern darüberhinaus den Abonnenten viele Added Values
bereitstellen", sagt Detlev Bieser, Leiter eCommerce BtC/BtB,MDM
Münzhandelsgesellschaft mbH Deutsche Münze.
In der Tat: Einen Zusatznutzen zu bieten ist besonders dort wichtig,
wo - wie im Fall von Münzen sammeln - Produkte verkauft werden,
die keine Grundbedürfnisse befriedigen. Hier kommt es darauf an,
dem Kunden nicht nur zu versichern, dass das, was er dort tut,
richtig ist. Der Kunde soll auch mehr wissen über sein Hobby.
Denn das Mehr-Wissen bindet Kunden und Anbieter der Leistung noch
stärker aneinander.
Erfolgsmessung
"Wie können wir aber herausfinden, welche Themen die Kunden interessieren?",
fragt Andreas Kühl, LUNOS Lüftungstechnik GmbH für Raumluftsysteme.
Naheliegend wäre hier natürlich die Befragung. Allerdings ist
diese Herangehensweise aufwändig und liefert uns selten valide
Daten. Zum einen beteiligen sich in der Regel nicht so viele Personen,
dass wir daraus Schlüsse ziehen sollten. Zum anderen weichen Aussage
und Verhalten oft genug voneinander ab.
Wer seine Newsletterartikel regelmäßig mißt,
erfährt durch das Klickverhalten meist eine Menge, was die Leser
umtreibt. Natürlich muss auch hier mit Bedacht interpretiert werden.
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auf http://www.der-newsletter-experte.de. Die nächste Ausgabe
erscheint am 19. April.
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