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- Herausforderungen 2006 und Lösungsansätze
Newsletter - Herausforderungen 2006 und Lösungsansätze, Teil
1
Von Karsten Büttner
Newsletter sind noch immer eine große Herausforderung, unabhängig
von der Größe des Unternehmens. Was Unternehmen bewegt, zeigen
wir in einer Momentaufnahme und bieten Lösungen an.
Im Dezember 2005 hatten wir Online-Marketing-Praxis-Lesern ein
kostenfreies Tutorial zum Thema Newsletter-Marketing angeboten,
das starken Zuspruch fand. Am Ende fragten wir, was die größten
Herausforderungen in der Praxis seien. Mit fast 8,5 % Rücklauf
und teils sehr ausführlichen Kommentaren hatten wir eine reiche
Datenbasis. Wenngleich diese Befragung keineswegs repräsentativ
ist, so gibt sie dennoch einen guten Einblick, wie weit das Spektrum
der Herausforderungen gesteckt ist. Vielleicht finden Sie sich
ja in der einen oder anderen Problemstellung wieder?
Planung eines Newsletters
Roland Winter von Wikiworld fasst stellvertretend für viele Kleinunternehmen
grundsätzliche Herausforderungen beim Newsletter-Marketing zusammen:
"Wir sind aktuell noch in der Planungsphase für unseren Newsletter,
wesentliche Punkte die für uns relevant sind:
1.) Wie kann ein Newsletter in einem kleinen Unternehmen realisiert
werden?
2.) Welche einfachen und guten, aber wenig kostenintensiven Hilfsmittel
gibt es?
3.) Wie kann ein Versand in eigener Verantwortung durchgeführt
werden?
4.) Woher bekommt man als Kleinunternehmen die Rechtssicherheit
für den Versand?
5.) Welche "Fallen" gibt es z.B. Risiko einer Abmahnung?
Und der wichtigste Punkt: welche Inhalte sind für unsere Kunden
interessant und wie müssen bzw. können die gestalterisch dargestellt
werden."
Die von Roland Winter angesprochenen technisch-organisatorischen
Anforderungen werden von den meisten fertigen Versandsystemen
erfüllt. Von den Textgestaltungsmöglichkeiten bis zur Erfolgsmessung
ist bei "richtigen" Versandlösungen bereits alles enthalten. Unterschiede
gibt es aber in der Informationstiefe und Aufarbeitung der Daten.
Für die rechtlichen Fragen gibt es eine Reihe von Standards, die
erfüllt werden müssen, um auf der sicheren Seite zu sein. Das
betrifft Fragen des Impressums, der Datenerhebung und -verwendung
oder wer was und welche E-Mails erhalten darf.
Abonnentengewinnung
Ohne Frage, doppeltes Opt-In ist heute die einzige Lösung, die
im Newsletter-Marketing noch anzuraten ist. Denn nur so ist gewährleistet,
dass Sie als Newsletterbetreiber einen legitimen Versand nachweisen
können. Doch die Gestaltung dieses Anmeldeprozesses ist nicht
unproblematisch. Bei etlichen Betreibern gehen ein Drittel und
mehr Interessenten auf dem Weg verloren. Was kann man tun?
Die naheliegende Lösung, die eine Bank in der Praxis durchführte,
ist rechtlich heikel und personalaufwändig. Weil eine bedeutende
Zahl an potenziellen Empfängern den letzten Schritt nicht tut,
schrieb man diese Personen nochmals an. Das führte immerhin dazu,
dass ein Drittel aktiviert werden konnte.
Heikel ist dieses Verfahren dadurch, dass sich unter den erneut
Angeschriebenen auch Adressaten befinden können, die den Newsletter
gar nicht bestellt haben. Wer von diesen eine erneute Anfrage
bekommt, könnte dem Unternehmen eine Abmahnung schicken. Denn
eine Nicht-Reaktion auf die Mail zum Eintrag in den Newsletter
kann ja schließlich auch eine aktive Zustimmungsverweigerung sein.
Der Lösungsansatz ist hier eher in einer Überprüfung der Text-
und Verfahrensgestaltung zu finden.
Mehr Abonnenten
"Zurzeit drückt mich hier der Schuh: den Newsletter auf eine höhere
Auflage bringen, ohne dafür viel Geld auszugeben", sagt Heidrun
Polegek von sekretaerinnenwelt.de.
Mehr Abonnenten zu bekommen, das ist ohne Frage ein sinnvolles
Ziel für den Newsletterbetreiber. Denn jeder Abonnent mehr ist
ein potenzieller Kunde, der kosteneffizient erschlossen werden
kann. Das klingt zunächst einmal wieder völlig banal. Doch die
Praxis zeigt, dass hier Gelder ohne Ende verschwendet werden.
Zwar wird für die Besuchergewinnung gezahlt, doch für die Interessentengenerierung
fehlt es häufig an passenden Maßnahmen.
Doch so leicht wird heute kein Newsletter mehr abonniert. Der
Newsletter steht in einer harten Konkurrenz zu anderen Newslettern,
die ebenfalls um das wichtigste Gut buhlen: Zeit. Die ist nämlich
nicht vermehr-, sondern nur teilbar.
Also braucht es sehr, sehr gute Gründe, warum jemand noch Ihren
Newsletter dazu (oder an Stelle eines anderen!) abonnieren soll.
Joerg Rupp-Tidden, Senior Specialist Database Marketing von der
TNT Express GmbH, sieht als ein aktuelles Thema beim Newsletter-
Marketing die Adressgenerierung unter Beachtung der rechtlichen
Rahmenbedingungen.
Will man seinen Datenbestand erweitern, stehen im Prinzip zwei
Wege offen: die eigene Generierung über Werbeaktionen oder der
Zukauf von Adressen bei Adresshändlern.
Ersteres Verfahren ist vielleicht sicherer, aber dafür zeitaufwändiger.
Der Zukauf von Adressen geht selbstredend schnell. Der Adressenerwerb
setzt aber voraus, dass man der Adresserhebung durch die Adresshändler
vertrauen kann. Hier sind gerade diejenigen, die gerade erst als
Newsletterbetreiber starten, angesichts eines unübersichtlichen
Marktes unsicher.
Ich habe in den letzten Wochen die angesprochenen Themen und Anregungen
auf mich wirken lassen und habe beschlossen, eine Experten-Website
zum Thema einzurichten.
Mit der-newsletter-experte.de geht am 15. März ein neues Angebot
ins Netz, das Informationen und Lösungen anbietet.
Sowohl Einsteiger in das Newsletter-Marketing als auch fortgeschrittene
Betreiber finden dort Fachartikel, Tutorials, Fachbücher und Werkzeuge.
Ob Versandlösung, HTML-Gestaltung eines Newsletters, Redaktion,
PR, Analyse und Optimierung, Erfolgsmessung oder Coaching - wir
haben für Sie Experten unter einem Dach zusammengeführt, die Ihnen
gezielt helfen können.
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