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Artikel Wie
arbeiten die Partnerprogramme?
Teil 1 Teil
3 Teil 4
Affiliate Marketing 2: Wie arbeiten die Partnerprogramme?
Von Ulf-Hendrik Schrader
Affiliate
Programme provisionieren ihre Partner auf unterschiedliche Art.
Nicht nur die Höhe der Provision variiert, sondern auch die
generelle Art, auf was die Erfolgsprämie ausgeschüttet
wird.
Grundsätzlich gibt es drei Arten von Partnerprogrammen:
1. Pay per click: Der Partnerprogrammbetreiber (Merchant)
zahlt den Partnern (Affiliates) für jeden Klick auf ein Werbemittel,
das der Partner auf seiner Seite oder in seinem Newsletter eingebunden
hat, einen festen Betrag. Klickprovisionen liegen in der Regel
zwischen 2 und 10 Eurocent.
2. Pey per lead: Der Merchant zahlt den Affiliates für
jede definierte Aktion, die ein vom Affiliate geworbener Besucher
auf seiner Seite ausführt, einen festen Betrag. Eine Aktion kann
beispielsweise die Anforderung weiterer Informationen, das Ausfüllen
eines Callback-Formulars, die Bestellung eines Newsletters, die
Teilnahme an einem Gewinnspiel oder die Registrierung für eine
kostenfreie Mitgliedschaft sein. Leadprovisionen liegen in der
Regel zwischen 0,25 und 25 Euro.
3. Pay per sale: Der Merchant zahlt den Affiliates für
jede Transaktion, die ein vom Affiliate geworbener Besucher tätigt,
eine prozentuale Provision oder einen festen Betrag. Eine Transaktion
kann der Kauf von Produkten ebenso sein, wie etwa die Beantragung
einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft, der kostenpflichtige Abruf
von Informationen oder die Inanspruchnahme einer Dienstleistung.
Die prozentualen Saleprovisionen varieren in Abhängigkeit des
Angebotstypus und liegen in der Regel zwischen 5% (Computer, Kleidung,
Bücher usw.) und bis zu 70% (internetbasierte, automatisierte
Dienstleistungen, E-books usw.).
Eine häufig gewählte Mischform sind Klicksale-Programme, bei denen
der Merchant seinen Partnern sowohl eine geringe Vergütung für
Klicks zahlt, als auch eine Provision für jede Transaktion. Klick-Programme
werden immer seltener angeboten, da der administrative Aufwand
nicht zuletzt durch Betrugsfälle seitens der Affiliates in den
letzten Jahren stark zugenommen hat.
Die Vorteile des Affiliate-Marketings für beide Seiten liegen
jedenfalls auf der Hand:
Der Merchant erhält zunächst kostenfrei breiten Zugang zu seiner
Zielgruppe und zahlt nur für Resultate. Der Affiliate hingegen
erhält eine sehr interessante Möglichkeit, mit seinen Besuchern
Geld zu verdienen, ohne in den Aufbau und Betrieb eines eigenen
Geschäfts investieren zu müssen.
Praxistipps für Affiliates
Registrieren Sie sich kostenlos für das Partnerprogramm von Corey
Rudl, dem Autor unserer neuen E-Marketing-Kolumne. Corey ist ein
Musterbeispiel eines Programmbetreibers. Er gibt seinen Affiliates
eine ganze Reihe wertvoller Ratschläge an die Hand, mit denen
sie genauso erfolgreich werden können, wie die besten seiner über
60.000 Affiliates.
Melden Sie sich an und schauen Sie sich im Partnerbereich den
Abschnitt "Super-Affiliate Secrets" an.
Auch wenn Sie den Aufbau eines Partnerprogramms in Erwägung ziehen,
finden Sie hier Anregungen, wie Sie Ihre Affiliates optimal unterstützen
können.
Der technische Aufbau eines Partnerprogramms
Wenn Sie ein eigenes Partnerprogramm starten wollen, gibt es vieles
abzuwägen und zu beachten. Gehen Sie daher sehr gründlich vor.
Eine der ersten Fragen ist die, ob Sie das Programm auch technisch
selbst aufsetzen oder auf bestehende Lösungen zurückgreifen möchten:
Wenn Sie über Programmierer verfügen, spricht grundsätzlich nichts
gegen die Entwicklung einer eigenen Lösung. Evaluieren Sie im
Vorfeld aber gründlich, welche Funktionen diese Lösung haben muss
und überlegen Sie genau, ob der ganze Aufwand gerechtfertigt ist,
angesichts der Tatsache, dass es professionelle Lösungen von der
Stange gibt, die mit vergleichsweise wenig Aufwand an die eigenen
Bedürfnisse angepasst werden können.
Eine Übersicht entsprechender Software finden Sie auf der bereits
oben genannten Webseite von Claus Lehmann und im ebenfalls bereits
oben genannten E-Book von Stefan Rüttinger. In beiden Übersichten
fehlt allerdings eine der "ältesten" und mithin weitest entwickelten
Lösungen: AssocTrac. Drei Leistungsmerkmale von AssocTrac gefallen
mir persönlich besonders gut: Es unterstützt zweistufige Provisionen
(Affiliates werben Affiliates), es verwaltet so genannte Lifetime
Commissions (lebenslange Provisionen) und es kann auch Fax- und
Hotline- Bestellungen zuverlässig tracken.
So viel zu gekaufter Software und ASP-Lösungen. Darüber hinaus
besteht die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit so genannten Netzwerken.
Diese Anbieter verfügen nicht nur über hoch entwickelte Software,
sondern auch über eine hohe Anzahl aktiver Affiliates, die regelmäßig
über neue Partnerprogramme informiert werden.
Die Vorteile sind, dass Sie unmittelbar auf eine ausgefeilte Softwarelösung
zurückgreifen können, sich nicht selbst um die Auszahlung der
Affiliates kümmern müssen und dass sich die bei dem Netzwerkbetreiber
bereits registrierten Affiliates sehr unkompliziert für Ihr Programm
anmelden können.
Einige Netzwerkbetreiber bemühen sich darüber hinaus aktiv darum,
Affiliates für Ihr Paretnerprogramm zu gewinnen.
Wo ist der Haken? Die Nachteile sind langfristig gesehen zunächst
finanzieller Natur: Netzwerkbetreiber verlangen in der Regel zusätzlich
30% von den an Affiliates ausgeschütteten Provisionen. Das bedeutet,
dass wenn ein Affiliate 10 Euro Saleprovision verdient hat, Sie
effektiv 13 Euro zahlen müssen.
Klingt nicht allzu viel – bei monatlichen Auszahlungen um 10.000
Euro, die bei größeren Betreibern schnell zusammen kommen können,
sind das aber schon 3.000 Euro extra und spätestens auf ein Jahr
gerechnet wäre selbst eine umfassende Eigenentwicklung wohl günstiger
gewesen.
Darüber hinaus bieten die Netzwerke meist nur eingeschränkte Optionen
in der konditionellen Gestaltung eines Partnerprogramms. Lifetime-Commisions
oder mehrstufige Provisionsmodelle (mehr dazu später) werden in
der Regel nicht unterstützt.
Wägen Sie die Vor- und Nachteile gegeneinander ab. Die Tatsache,
dass sich viele auch der großen Unternehmen, wie etwa Arcor, Dell,
Deutsche Telecom, Karstadt, Tschibo, Quelle und jüngst auch Neckermann
für eine Zusammenarbeit mit Netzwerkbetreibern entschieden haben,
mag ein Hinweis darauf sein, dass es keine pauschale Antwort gibt.
Übersicht Netzwerkbetreiber
Der Markt der Netzwerkbetreiber ist relativ unüberschaubar. Etwa
12 in Deutschland aktive Anbieter sind aktuell nennenswert (alphabetisch
sortiert):
Etablierte Anbieter:
Adbutler.de
Adenion.de
Affili.net
Tradedoubler.de
Vitrado.de
Zanox.de
Neuere Anbieter:
Affili24.net
Affilimax.de (nur 20% Betreibergebühr)
affiliscout.com (gestaffelte
Gebühren ab 29%)
AffiliWelt.de
Provision24.net
Superclix.de
Ulf-Hendrik Schrader ist Inhaber der Kommunikationsagentur
Schrader. Mit Affiliate-PR
hat die Agentur ein spezialisiertes Angebot geschaffen, die an
Affiliate-Programmen interessierten Medien wie auch Laien ansprechen
zu können.
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