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Werbung in 2002 - auch im Internet
Mehr Werbung in 2002 - auch im Internet
Von Elvira Galtrup
Die
Werbeausgaben in 2002 werden in Deutschland um ein bis zwei Prozent
steigen. Das ist das Ergebnis einer Studie zum Werbeklima in Deutschland,
die die Gesellschaft für Konsumforschung durchgeführt hat. Befragt
wurden 180 Agentur- und Werbeleitern nach ihren diesjährigen und
kommenden Ausgaben.
Was uns bei der Studie genauer interessierte: Wie wird sich der
Online-Markt entwickeln.
Online-Werbung soll nach der GfK-Erhebung um durchschnittlich
sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen. Im
Bereich Konsumgüter werden es sogar 18 Prozent sein.
Als Gründe für die Hinwendung zu Online-Werbung nennen Marketingleiter
an erster Stelle die bessere Zielgruppenansprache, gefolgt
von der Überzeugung, dass Online-Medien integraler Bestandteil
des Mediamixes seien.
Auf die gleiche Frage stehen die neuen Werbeformen und neuen
Formate für die Agenturleiter im Vordergrund. Effektivität und
bessere Zielgruppenansprache tauchen als Begründungen eher am
Rande auf. Und hier sollten Unternehmen wirklich aufhorchen: Die
Erhebung lässt zumindest den Schluss zu, dass Agenturen sich für
vieles begeistern, was neu ist, und fragen eher nicht nach dem
Nutzen für den Kunden.
Die Belegung von Online-Werbeträgern als Teil des Online-Marketings
steigt bei Werbeleitern von 58 Prozent in 2001 auf 66 Prozent
in 2002. Bei der Frage nach dem Wo der Schaltungen liegt das Thema
Wirtschaft und Finanzen klar vorn: 53 Prozent der Werbeleiter
werden dieses Umfeld in 2002 belegen gegenüber 48 Prozent in 2001.
Bei den Agenturleitern belegen 85 Prozent dieses Umfeld im Vergleich
dazu waren es 81 Prozent im vergangenen Jahr. Noch immer steht
Bannerwerbung im Vergleich zu den anderen Werbeformen wie
Newsletter-Anzeigen hoch im Kurs.
Dennoch: Werbeleiter werden im kommenden Jahr etwa sieben Prozent
weniger in Banner investieren, dafür aber bei den Newslettern
um 12 Prozent zulegen.
Agenturleiter - fast wundert es nicht - wollen sogar noch um
vier Prozent mehr Banner schalten. (Man ahnt es schon: je größer,
desto lieber.)
Newsletter-Werbung wird in den Agenturen um zwei Prozent zurückgefahren.
Natürlich, mag man sagen: Denn hierfür fallen die Provisionen
wesentlich geringer aus. Und für das Verfassen einer Newsletter-Anzeige
sind sich Texter meistens zu schade. Da muss der Praktikant ran.
Und so sieht's dann auch aus. Kein Wunder, dass die Agenturen
dann von Newsletter-Werbung Abstand nehmen, weil sie ja "nichts
bringt".
Investitionen ins virtuelle Ladenlokal
In den Internetauftritt der Unternehmen wird weiter investiert.
Im Vergleich zum Vorjahr werden die Ausgaben der Werbeleiter dabei
leicht von 3.417.000 DM auf 3.701.000 DM steigen. Damit kostet
ein Auftritt im Durchschnitt rund 36.000 DM.
Leider lässt die Studie in vielen Fällen, wie zum Beispiel "Sonderwerbeformen"
nur vage ahnen, was sich dahinter verbirgt. Spannend wäre es zum
Beispiel hier zu erfahren, ob oder in welchem Maße sich Affiliate
Marketing darunter wieder findet, wo es in Amerika, aber auch
in Großbrittanien schon zahlreiche Anhänger gefunden hat.
Insgesamt ist die Studie aber recht anschaulich und bietet genug
Stoff für eigene Interpretationen der Markteinschätzungen.
Die 145 Seiten umfassende Studie können Sie kostenlos als PDF
beziehen:
http://www.gwp.de
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