|
Start
Artikel
Online-PR: Nutzen Sie die Presse... - Teil 2
Online-PR: Nutzen Sie die Presse für Ihr Marketing - Teil 2
Von Klemens
Wanke
Gut
gemachte Öffentlichkeitsarbeit ist nicht mit Geld zu bezahlen.
Worauf es hier in- und außerhalb des Internets ankommt, erfahren
Sie in dieser Artikelreihe.
Im ersten Teil dieser Reihe stand ganz
kurz beschrieben, was PR ist. Erläutert habe ich auch den
entscheidenden Unterschied zwischen PR und Werbung. Und auch wie
Medien die Informationen für ihre Nutzer auswählen,
wurde kurz erklärt. Ganz wichtig ist auch, Redaktion und
Anzeigen- oder Mediaabteilung nicht zu verwechseln, wenn man eine
Information an ein Medienunternehmen schickt.
Presseinformationen / Pressemeldungen
Sie sind die übliche Form, Informationen an die Medien (Fernsehen,
Hörfunk, Zeitungen + Zeitschriften, Online-Dienste) weiterzugeben.
Damit sind alle Äußerungen, Erklärungen, Stellungnahmen,
Mitteilungen und Hintergrund-Nachrichten gemeint, die jemand (Unternehmen
/ Verband / Initiativen) an die Öffentlichkeit gibt, damit
sie bekannt werden, ohne die Medien für diese Veröffentlichung
zu bezahlen.
Meldungen für aktuell berichtende Medien
Die Presseinformation hat immer einen aktuellen Anlass, sonst
kann man sich den Aufwand schenken! Werden Daten und Zahlen veröffentlicht,
müssen sie immer belegbar sein - und immer stimmen. Anlass
einer Presseinformation kann der Geschäftsbericht der Firma
sein, neue wichtige Mitarbeiter, Forschungs- oder Umfrageergebnisse,
neue Produkte oder Dienstleistungen. Das ist der häufigste
Anlass, eine Presseinfo zu schreiben und zu verbreiten.
Inhalt und Form
Ganz klar: eindeutige Aussagen, verständliche Texte - und
bloß nicht "sülzen"! Jeder spricht einfacher
als er schreibt. Warum kopieren eigentlich viele PR-Schreiber
so oft schlechtes Behördendeutsch? Es geht doch viel einfacher.
Bevor man anfängt, eine Presseinfo zu schreiben, stellt
und beantwortet man sich die W-Fragen - wer, was, warum, wo, wann,
wie - mehr oder weniger genau. Also:
- Wer schreibt, teilt mit, lädt ein?
- Was wird mitgeteilt, ist neu?
- Warum jetzt?
- Wo findet etwas statt, wohin lädt man ein? Wenn der
Ort nicht allgemein bekannt ist, die vollständige Adresse,
Stadtteil nicht vergessen. Anfahrtskizzen können sehr hilfreich
sein.
- Wann beginnt die Veranstaltung? Gut sind 11 Uhr und 15 Uhr,
schlecht sind Montage und Freitage - falls man Wert auf Pressebesuch
legt.
- Wie funktioniert etwas genau?
Also noch mal: nicht für Fachleute schreiben, keinen Werbetext
verfassen, jede Übertreibung oder unnötig häufige
Nennung des Firmennamens vermeiden - das wird von den Medien zuerst
gestrichen.
Selbst scheinbar komplizierte Dinge können fast immer einfach
ausgedrückt werden. Machen Sie einen Test mit Freunden oder
mit Ihren (jugendlichen) Kindern: was die nicht verstehen, steht
zu kompliziert da! Die Kerninformation muss innerhalb weniger
Sekunden erfasst werden können.
In der Kürze liegt die Würze
Bloß nicht zu lange Presseinfos schreiben: 20 Zeilen á
40 Anschläge sind fast immer genug. Mehr druckt die Tagespresse
selten. Höchstens, wenn es eine Negativmeldung ist.
Aber auch gegen eine "schlechte Presse" ist ein Kraut
gewachsen: offene und regelmäßige Kommunikation, ständiger
Kontakt zu den Medien. Dann kann der seriöse Redakteur nicht
umhin, die Firma wenigstens darüber zu informieren, bevor
"die Bombe" platzt: Verhindern kann dies aber auch eine
noch so gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nicht.
Etwas einfacher ist die Pressearbeit für Fachzeitschriften.
Je nach Bedeutung der Firma oder des Produkts werden auch umfangreichere
Artikel veröffentlicht. Er muss nur die Leser interessieren
und gut geschrieben sein. Diese Arbeit sollte man aber erst nach
Absprache mit der Redaktion beginnen. Einfach anrufen, ob die
Redaktion Interesse hat und etwas veröffentlichen möchte.
Manche Medien bevorzugen fertige Texte, anderen Journalisten reichen
Stichworte.
Nur wer zielt, trifft
Die beste Presseinformation ist für die Katz', wenn sie
auf dem falschen Schreibtisch landet: Jede Pressearbeit steht
und fällt mit der gut geführten Adressenkartei! Eine
Einteilung nach Medien am Ort, in der Region, Fachmedien etc.
reicht fast immer.
Wer bei der Tagespresse zuständig ist, verrät ein Blick
in die Zeitung oder ein Anruf in der Redaktion. Das gilt auch
für Fachzeitschriften. Manchmal kennt man die Namen schon
von Artikeln, sofern man dieses Blatt selbst bezieht.
Adressen kaufen oder selbst sammeln?
Will man die ganze Nation informieren, kauft man spezielle Medien-Adresse
oder leiht sie aus. Das lohnt aber nur bei großen Firmen.
Es gibt auch Handbücher mit Medienadressen zu kaufen.
Besonders wichtig beim Aufbau eigener Presseverteiler ist: Die
Namen und Anschriften müssen aktuell sein. Sie veralten so
schnell wie die Adressen im Telefonbuch - angeblich pro Jahr rund
20 Prozent! Und nicht die Adresse des Verlags oder der Anzeigenabteilung
für Mitteilungen an die Redaktion benutzen!
Namen sind nicht Schall und Rauch
Auf einen Brief gehört: Zuerst der Name des Mediums, dann
Vorname + Name des zuständigen Redakteurs, Straße/Postfach
und Ort. Journalisten nur mit ihrem Namen ansprechen. Titel wie
Chefredakteur oder Ressortleiter sind überflüssig. Abhängig
vom Umfang - weniger ist mehr - verschickt man ein Anschreiben
und die Presseinformation. Dann steht im Anschreiben sinngemäß
in der Betreffzeile: Presseinformation der Firma XYZ. Und weiter:
Sehr geehrter Herr ABC, mit dem beiliegenden Text informieren
wir über unser neues Produkt / laden ein zur Pressekonferenz.
Über eine Veröffentlichung würden wir uns sehr
freuen. Wenn Sie Fragen zum Inhalt oder zu unserem Unternehmen
haben, rufen Sie bitte Herrn/Frau XYZ an, Tel. 0123 - 45 67 89.
AnzeigeBesser hellwache Ideen als verschlafene TrendsDie "Geschäftsidee"
- Die Fachzeitschrift für Unternehmensgründung und neue
Märkte berichtet seit 25 Jahren über exklusive Geschäftsideen,
chancenreiche Unternehmenskonzepte, lukrative Trends und aktuelle
Marktnischen. Fundiert und verlässlich recherchiert. Fordern
Sie Ihr kostenloses Probeexemplar und testen Sie die "Geschäftsidee"
30 Tage lang kostenlos und unverbindlich!www.online-marketing-praxis.de/t.php3?id=vnr2
Auf Fragen vorbereitet
Natürlich haben wir vorher dafür gesorgt, dass die
Person genau Bescheid weiß! Nichts nervt Journalisten mehr,
als endloses vermittelt werden (Ja, das macht bei uns der Herr
Soundso..... - Hallo? Nein, dafür bin ich aber nicht zuständig.
Ich gebe Sie mal zur Zentrale!" Und dort schmort der Anrufer
dann noch eine Weile, bevor er genervt auflegt. Chance im Eimer!
Generell gilt für jede Öffentlichkeitsarbeit, egal
für welches Medium: Lieber einmal zuviel etwas Interessantes
verschickt, als einmal zu wenig: Steter Tropfen höhlt den
Stein! Nach dieser Devise funktioniert das ganze Geschäft.
Ist doch eigentlich ganz einfach, oder?
In der nächsten Folge beschreibe ich ganz genau, an was
wir alles rechtzeitig denken, wenn wir die Medien einladen zu
einer Pressekonferenz, einer Betriebs- oder Messestandbesichtigung.
Lesen Sie dazu auch unsere Artikel
PR-Grundlagen 1
PR-Grundlagen 2
PR-Grundlagen 3
Online-PR
Ein virtuelles
Pressezentrum aufbauen
Beispiel: Vorbildliches
Pressezentrum
Pressedienste nutzen
Newsletter für die PR
nutzen
Online-PR strategisch nutzen
|
|
Online-Marketing-Praxis-Newsletter. Kostenlos, aber sinnvoll.
Jetzt anmelden.
Garantie:
Die Anmeldung ist garantiert kostenlos und verpflichtet Sie zu nichts. Wir
geben Ihre Daten niemals weiter. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.
Wenn Sie in Ihrem Newsletter persönlich angesprochen werden möchten,
füllen Sie die entsprechenden Felder aus.
*Dieses Feld müssen Sie
auf alle Fälle ausfüllen. Mindestens eines der Interessensfelder sollten
Sie ankreuzen.
|