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Tipps damit Ihr bestätigtes Opt-In Erfolg hat
E-Mail-Marketing
7 Tipps damit Ihr bestätigtes Opt-In Erfolg hat
Von Karsten Büttner
Bestätigtes
Opt-In ist der einzige Weg für E-Mail-Marketing, um eine vertrauensvolle
Geschäftsgrundlage herzustellen. Dazu gibt es zur Zeit weder eine
technisch noch organisatorisch relevante Lösung.
Wer mit bestätigtem Opt-In drastisch weniger Abonnenten hat
als vorher, sollte nicht das Verfahren, sondern seine Organisation
des Opt-Ins überprüfen. Textformulierungen und die Art und Weise
der Bestätigung sind die Hauptgründe, warum "doppeltes" Opt-In
zu drastischen Rückgängen führt. Lassen Sie uns sieben Schlüsselfaktoren
für bestätigtes Opt-In betrachten.
Was passiert beim bestätigten Opt-In?
- Der Web- oder Listserver erhält eine Anfrage, dass xy@irgendwas.de
Ihren Newsletter beziehen möchte.
- Automatisch wird umgehend eine Nachricht an die an-fragende
Adresse mit der Bitte um Bestätigung des Abon-nements verschickt.
- Ist der Adresseninhaber mit dem Anfragenden identisch ist,
dann wird er im Regelfall durch einfaches Klicken auf "Antwort"
das Abonnement aktivieren. Tut er dieses nämlich nicht, erhält
er nicht die gewünschten E-Mails.
Der Aufwand für den Newsletter- oder Listen-Betreiber ist fast
Null. Er muss lediglich einmal Texte für verschiedene automatisierte
Vorgänge schreiben (und gegebenenfalls im Laufe der Zeit noch
ein wenig modifizieren). Sie haben sieben Ansatzpunkte, bestätigtes
Opt-In erfolgreich zu gestalten:
1. Info über bestätigtes Opt-In (optional)
2. Adäquates Webformular und E-Mail-Subskription
3. Anmeldeseite auf der Website (optional)
4. Bestätigungsanfrage erhalten
5. Begrüßungsmail (optional)
6. Wenn der Eintrag nicht klappt
7. Wenn der Abo-Aspirant nicht reagiert (optional)
1. Info über bestätigtes Opt-In
Noch ist bestätigtes Opt-In (Double Opt-In) in Deutsch-land weder
Standard noch in weiten Nutzer-Kreisen bekannt. Daher kann es
sinnvoll sein, dass Sie die Hintergründe für das Verfahren erläutern.
(Was heute - August 2002 - noch gilt, wird allerdings keine ewige
Wahrheit sein.)
2. Adäquates Webformular und E-Mail-Subskription
Auf Ihrer Website werden Sie an geeigneter Stelle ein Formular
zur Anmeldung haben. Am besten ist es, das Formular möglichst
auf allen Seiten zu haben.
Im Grunde benötigt das Formular nur ein Feld für die E-Mail-Adresse
des Beziehers und einen Anmelde-Button.
Wenn Sie Ihre Mail personalisieren wollen und ein Namensfeld
nebst Anrede haben, stellen Sie es dem Bezieher frei, ob er (s)einen
Namen einträgt. Ein Nutzer darf auch einen Fantasie-Namen eintragen.
Der Newsletter- oder Mailinglistenbezug benötigt keinen vollständigen
Lebenslauf mit allen möglichen Präferenzen. Sie sollten nur so
viel personenbezogenen Daten erheben, wie es für den Zweck nötig
ist.
Ermöglichen Sie es auch, dass sich Interessenten per E-Mail anmelden.
3. Anmeldeseite auf der Website
Eine spezielle Anmelde-Seite kann auch dann sinnvoll sein, wenn
Sie auf jeder Seite ein Anmeldeformular für Ihre Publikation haben.
Diese Seite kann dazu dienen,
- den Interessenten darüber zu informieren, das und was für
ein Vorgang in Gang gesetzt wurde
- was von ihm erwartet wird (E-Mail bestätigen)
- wie er eventuell Informationen zum Anmeldeverfahren findet
- wie er wieder zur Startseite zurück kommt
4. Bestätigungsanfrage
Die größte Herausforderung für den Newsletter- oder Mai-linglistenbetreiber
ist nun die Mail, in der um die Bestätigung gebeten wird.
Betreffzeile plus vier Zeilen
Lautet die Betreffzeile: "Herzlich Willkommen beim XY-Newsletter"
wird diese sehr wahrscheinlich in die niedrigste Aufmerksamkeitskategorie
fallen. Möglicherweise findet sie gar keine Beachtung, wird in
einen Ordner verschoben, schlimmstenfalls gelöscht.
Die Betreffzeile sollte nicht wesentlich mehr als 40 Zeichen
enthalten. Sie dient dazu, dass der Empfänger Ihre Mail als
wichtig einstuft. Eine Handlungsaufforderung ist in diesem
Zusammenhang ein gutes Mittel.
Nicht löschen: Bestätigen
Sie Ihre Anmeldung
Das wäre eine negative Handlungsaufforderung. Sie laufen Gefahr,
dass genau das Gegenteil von dem passiert, was Sie wollen. Unser
Gehirn denkt positiv und gerade in Stresssituationen oder beim
unaufmerksamen Sortieren der E-Mails wird die E-Mail gelöscht.
Auch ein Satz wie "Bestätigen Sie Ihre Anmeldung" ist für denjenigen
etwas irreführend, der mit dem Begriff Double Opt-In oder bestätigtes
Opt-In nichts anzufangen weiß. Warum, fragt er sich vielleicht,
muss ich meine Anmeldung nochmals bestätigen? Am besten hat uns
diese Zeile gefallen:
Aktivieren Sie Ihr Abo
bei Xy.de
Selbst wenn der Text, um welchen Newsletter es sich handelt nicht
vollständig lesbar ist, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch,
dass diese Mail geöffnet wird.
Gehen Sie davon aus, dass viele Leute Ihre E-Mails über das Vorschaufenster
vorsortieren. Damit haben Sie noch eine zweite Chance, Ihr Anliegen
deutlich zu machen. In den ersten vier im Vorschaufenster sichtbaren
Zeilen sollte auch der Name Ihres Newsletters oder der Mailingliste
erscheinen, damit der Leser sofort weiß, um was es geht.
Formulieren Sie klar, was der Empfänger machen soll.
Klicken Sie einfach auf
Antwort und aktivieren Sie damit Ihr Abo bei XY.de
Sagen Sie in einem Satz, dass Bezugs-Unterbrechungen oder Abmeldungen
einfach möglich sind. Sie erhöhen die Anmelderate, indem Sie einen
gewissen Zeitdruck machen. Setzen Sie ein Datum bis zu
dem das Abonnement spätestens aktiviert werden muss. Ob Sie zur
Steigerung der Anmelderate ein Geschenk (E-Book, Broschüre, Software
o.ä.) wählen, ist Geschmackssache.
Vergessen Sie nicht: Die Bestätigungsaufforderung ist
ein formeller Akt. Die Mail dient allein dazu, aus dem
Interessenten einen (Newsletter-) Abonnenten zu machen. Deshalb
muss der gesamte Text auf dieses Ziel ausgerichtet sein. Alle
darüber hinausgehenden Informationen gehören nicht in die Bestätigungs-,
sondern gegebenenfalls in die Begrüßungsmail.
5. Begrüßungsmail
Es ist eine gute Sitte, einen neuen Abonnenten zu begrüßen. Diese
Mail sollten Sie außerdem dazu nutzen, die für den Nutzer interessanten
Informationen zusammenzufassen, die als Referenz dienen können.
Fordern Sie Ihre Abonnenten explizit dazu auf, die Willkommens-Nachricht
mit Ihrem Newsletter zusammen im gleichen Ordner abzuspeichern.
Diese Fragen könnten Sie für einen Newsletter beantworten.
- Wann und wie oft erscheint der Newsletter?
- Wie kann ich den Bezug unterbrechen oder beenden? · Wo finde
ich welche Informationen?
- An wen wende ich mich, wenn ich Fragen zu Inhalt oder Technik
habe?
- Eventuell: Wo erhalte ich Informationen, wenn ich Anzeigen
schalten will
Darüber hinaus können Sie nochmals den Nutzen Ihres Newsletters
kurz darstellen und den Empfänger ausdrück-lich zum Dialog auffordern.
Mailinglisten-Betreiber veröffentlichen in der Willkommensnachricht
gerne auch ihren Kodex. Das heißt, wie wird gepostet? Wie verhält
man sich in einer Diskussions-liste? Wie wird zitiert? Auf alle
Fälle gehören alle diese Informationen in eine von der Bestätigungsmail
getrennten Nachricht.
6. Wenn der Eintrag nicht klappt
Es kann viele Gründe geben, warum der Eintrag in einen Verteiler
nicht klappt. Vielleicht ist der Interessent bereits Abonnent
und versucht sich ein weiteres Mal unwissentlich anzumelden. Halten
Sie eine Fehlerseite bereit, die mögliche Gründe nennt und geben
Sie die Gelegenheit, dass derjenige sich an Sie wenden kann, wenn
er Fragen hat.
7. Wenn der Abo-Aspirant nicht reagiert
Sie haben Ihre Bestätigungsanfrage an den Interessenten geschickt,
aber keine Antwort erhalten. Nun überlegen Sie, eine kleine Erinnerung
zu schicken. Denn vielleicht hat der Interessent noch keine Zeit
gefunden Ihre Mail zu bearbeiten. Vielleicht ist der Angeschriebene
aber gar nicht derjenige, der hier abonnieren will.
Fragen Sie sich, ob es lohnt nach einem gewissen Zeitraum wegen
des Abos nachfragen. Auf alle Fälle kollidiert eine Nachfass-Aktion
mit einer Versicherung an alle Nicht-Interessierten, dass sie
keine weiteren E-Mails von Ihnen erhielten. Also passen Sie auf,
wie Sie Ihre Bestätigungs-Mail formulieren.
Fazit
Bestätigtes Opt-In klappt dann, wenn Sie Ihr Anliegen nutzerorientiert
kommunizieren. Das heißt: klare Formulierungen, einfache Anleitungen,
zielgerichtete Mails und Hilfsangebote.
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