|
Start
Artikel Warum
Wireframing für Ihre Website gut ist
Warum Wireframing für Ihre Website gut ist
Von Karsten Büttner
Eigentlich
ist die Herangehensweise ganz einfach, wenn es darum geht, eine
erfolgreiche Website zu gestalten. Am Anfang steht das Ziel: Was
wollen Sie mit dieser Site erreichen? Diesem Ziel haben sich alle
Elemente unterzuordnen und für das Ziel unwichtige Elemente sollten
unterbleiben. So weit die Theorie.
Kürzlich bekam ich die Gelegenheit, bei einem Kunden ein "Relaunch"
aus Marketingsicht zu begleiten. Die Website eines Unternehmens,
dessen Produkte sich an Endkunden richtet, sollte zunächst einmal
auffindbar werden. Denn man hatte festgestellt, dass bei der Suche
nach einschlägigen Suchworten nicht nur die größten Bewerber,
sondern sogar "kleine Krauter" sehr weit vor dem eigenen Unternehmen
erschienen. Eigentliches Ziel war aber, dass der eigene Shop auch
verkauft.
Die besondere Schwierigkeit bestand aber darin, neben der marketingtechnischen
Seite eventuelle persönliche Empfindlichkeiten des Auftraggebers
zu berücksichtigen. Denn die erste Website war komplett in Eigenarbeit
erstellt worden. So gab es einige Texte und Bilder, die sicherlich
mit viel Engagement entstanden waren, die im Grunde aber kontraproduktiv
waren. Die schlechten Verkaufszahlen des Internetshops führten
zu der Überlegung, dass man die Besucherzahlen erhöhen müsste.
Eine schnelle Lösung mittels Seitenoptimierung in Kürze eine hohe
Position zu erreichen, um mehr Besucher zu bekommen, war jedoch
zu kurz gegriffen. Der Site fehlte eine eindeutige Ausrichtung.
Es war eine Mischung aus "Wir über uns", Brancheninfos und einem
selbstgebastelten Shop.
Um eine Lösung herbeizuführen, die mit möglichst objektivierbaren
Kriterien arbeitet, nutzten wir ein Werkzeug, das im Englischen
Wireframing genannt wird. Da es meines Wissens keinen brauchbaren
Ausdruck dafür im Deutschen gibt, verwende ich ihn so. Ich möchte
Ihnen dieses Werkzeug vorstellen, weil es eine gute Möglichkeit
für einen Marketer darstellt, mit nicht-technischen Mitteln allen
Projektbeteiligten zu verdeutlichen, auf was es ankommt. Er schlüpft
dabei in die Rolle eines Informationsarchitekten.
Wireframing verdeutlicht funktionale Aspekte der Website
Wireframing wird im computergrafischen Bereich verwendet und
beschreibt dort die Anlage von Gittern, die dazu dienen Objekte
darüber zu formen. Auf das Web übertragen beschreibt es ein Verfahren,
bei dem veranschaulicht wird, wozu die Website in der Lage sein
muss. Es geht an dieser Stelle nicht um die technische Umsetzung,
sondern die Funktionen in Bezug auf das Ziel einer Site
bzw. der einzelnen Seiten. Also, zum Beispiel: Informieren,
Vertrauen gewinnen, Rückfragen ermöglichen, Kauf tätigen.
Wenn Sie festgelegt haben, was Ihr Ziel ist, müssen Sie als nächstes
die entsprechenden Prozesse steuern. Sie kennen den Eintrittspunkt
und Sie kennen den Endpunkt. Welche Möglichkeiten wollen Sie auf
dem Weg von A (Aufmerksamkeit) bis Z (Zufriedenheit des Kunden)
wie eröffnen?
In diesem Beispiel (http://kisd.de/~sschmitt/prototyp/home.html),
das übrigens nichts mit unserem Auftraggeber zutun hat, sehen
Sie bereits einige Elemente, wie Logos, Eingabemasken und ein
grobes Verteilmuster der Elemente.
Dazu erläutern Texte, warum und wozu an dieser Stelle bestimmte
Funktionen eingefügt werden. Überlegen Sie, was auf der Website
passieren soll, wenn Besucher auf sie stößt. Definieren Sie, was
Sie auf der Startseite anbieten wollen. Welche Handlungen soll
der Besucher jetzt vornehmen (können)?
Was für einen Status haben die Besucher, wenn sie Ihre Website
verlassen? Welche Ziele haben erste und zweite Priorität? Für
mich gibt es vier relevante Gruppen zu unterscheiden.
- Ex-Besucher (Sie haben diesem Menschen nichts für ihn Wichtiges
anbieten können und ihn für immer verloren)
- Interessent (Er wird zum Interessenten dadurch, dass er seine
E-Mail-Adresse hinterlassen hat für einen aktiven Kontakt Ihrerseits
hinterlassen hat.)
- Weiterempfehlender (Er oder sie hat die gefundenen Informationen
für sinnvoll für andere erachtet und gibt diese Information
weiter.)
- Käufer
Käufer und Interessent dürften die höchsten Prioritäten besitzen.
Und daher sollten auch die Prozesse auf der Website entsprechend
ausgerichtet sein. Die Beschreibung kann sich dann so anhören:
Dem Interessenten wird ein Angebot (Newsletter, Tutorial o.ä.)
unterbreitet, damit er seine E-Mail-Adresse zum regelmäßigen Kontakt
durch unser Unternehmen hinterlässt. Die Sammlung der Adresse
soll nicht-aggressiv erfolgen, aber dennoch eine hohe Konversion
gewährleisten. Der Interessent findet auf jeder Seite die Möglichkeit,
seine E-Mail-Adresse mitzuteilen. Aber auch beim Verlassen der
Website soll ein Reminder genutzt werden, um seine Adresse zu
erhalten.
Oder
Sowohl der Erstbesucher als auch Stammbesucher sollen in die
Lage versetzt werden, die für sie notwendigen Informationen bestmöglich
zu erreichen. Dafür gibt es auf der Startseite eine Möglichkeit
für Stammbesucher, das Segment F (Shop)
Wireframing ist also ein Werkzeug, mit deren Hilfe die Funktionen
in Bezug auf die Zielsetzung einer Website formuliert werden können.
Uns gelang es mit diesem Werkzeug, ohne dass wir in Diskussion
treten mussten, die Website des Kunden völlig neu aufzubauen.
Eine Diskussion um die Übernahme vorheriger Inhalte entstand nicht,
weil die Zielsetzungen klar waren.
Mit Informationsarchitektur
zum Verkaufserfolg
Wie Ihre Informations-Architektur
zum Verkaufserfolg beiträgt
Mehr dazu:
http://www.grokdotcom.com/wireframing.htm
http://www.dmxzone.com/ShowDetail.asp?NewsId=3991
|
|
Online-Marketing-Praxis-Newsletter. Kostenlos, aber sinnvoll.
Jetzt anmelden.
Garantie:
Die Anmeldung ist garantiert kostenlos und verpflichtet Sie zu nichts. Wir
geben Ihre Daten niemals weiter. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.
Wenn Sie in Ihrem Newsletter persönlich angesprochen werden möchten,
füllen Sie die entsprechenden Felder aus.
*Dieses Feld müssen Sie
auf alle Fälle ausfüllen. Mindestens eines der Interessensfelder sollten
Sie ankreuzen.
|